Digitalisierung: Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie!

Wie BITO mit «Internet of Bins» Transparenz und Effizienz in der Logistik neu definiert.

Digitalisierung in der Logistik endet längst nicht mehr bei automatisierten Lagern oder intelligenten Förderanlagen. Mit dem «Internet of Bins» zeigt BITO Lagertechnik, wie sich auch der klassische Behälter zu einem aktiven Bestandteil moderner Supply Chains weiterentwickeln kann. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Wenn Prozesse, Warenströme und Systeme heute in Echtzeit kommunizieren, warum sollte der Behälter selbst davon ausgeschlossen bleiben?

Vom Ladungsträger zum Informationsträger

Genau hier setzt das Konzept «Internet of Bins» an. Behälter werden nicht mehr nur als passive Transport- und Lagermittel betrachtet, sondern als intelligente Informationsträger, die Daten erfassen, austauschen und direkt mit bestehenden Systemen kommunizieren können. Möglich wird dies durch digitale Smart Labels auf Basis moderner E-Paper-Technologie. Diese Labels verfügen über drahtlose Konnektivität via NB-IoT, BLE sowie LTE und sind zusätzlich mit Sensoren ausgestattet, die beispielsweise Temperatur, Schock oder Bewegungen erfassen können. Gleichzeitig benötigen sie nur sehr wenig Energie und sind damit für industrielle Anwendungen im Dauerbetrieb geeignet.

Mehr Transparenz entlang der gesamten Supply Chain

Der Mehrwert zeigt sich vor allem dort, wo heute noch Medienbrüche, Suchaufwände oder fehlende Transparenz Prozesse ausbremsen. In vielen Unternehmen werden Behälter weiterhin manuell erfasst, etikettiert oder über einzelne Scanpunkte verfolgt. Informationen sind oft nicht aktuell, Umläufe schwer nachvollziehbar und Bestände nur eingeschränkt sichtbar. Genau dieser «blinde Fleck» innerhalb der Supply Chain soll mit IoB geschlossen werden. Behälter melden ihren Status selbstständig, zeigen relevante Informationen direkt am Einsatzort an und machen Materialflüsse in Echtzeit sichtbar.

Dadurch entstehen nicht nur effizientere Prozesse, sondern auch bessere Entscheidungsgrundlagen. Unternehmen erhalten einen deutlich präziseren Überblick über Bestände, Bewegungen und Materialflüsse. Engpässe können früher erkannt, Umläufe besser geplant und Ressourcen gezielter eingesetzt werden.

 

Digitale Unterstützung direkt im Prozess

Besonders spannend ist die direkte Interaktion mit dem Behälter. Über integrierte Displays und LEDs lassen sich beispielsweise Pick-by-Light- oder Put-to-Light-Prozesse unterstützen. Mitarbeitende erhalten visuelle Hinweise direkt am Regal oder am Arbeitsplatz, wodurch Suchzeiten reduziert und Fehler vermieden werden. Gleichzeitig können digitale Arbeitsanweisungen, Qualitätsinformationen oder dynamische Statusmeldungen unmittelbar auf dem Label angezeigt werden. Papierlisten oder statische Etiketten werden damit zunehmend überflüssig.

Der Behälter wird dadurch zu einem aktiven Bestandteil des Materialflusses und nicht mehr nur zu dessen passivem Träger. Informationen befinden sich genau dort, wo sie benötigt werden; direkt im Prozess.

Transparenz endet nicht am Werkstor

Auch im Bereich Mehrweglogistik und standortübergreifender Materialflüsse eröffnet das System neue Möglichkeiten. Während klassische RFID-Lösungen meist auf feste Scanpunkte angewiesen sind, funktionieren die Smart Labels unabhängig davon. Dank Cellular-IoT-Technologie bleibt die Transparenz nicht an der Werkstorgrenze stehen. Behälter können auch ausserhalb des Lagers lokalisiert und überwacht werden. Standortinformationen, Lieferstatus oder Temperaturdaten stehen jederzeit zur Verfügung, unabhängig davon, ob sich der Behälter im Produktionswerk, im Verteilzentrum oder unterwegs befindet. Gerade bei grossen Behälterpools oder komplexen Umlaufprozessen lassen sich dadurch Verluste, Fehlbestände und unnötige Leerzeiten deutlich reduzieren.

Digitalisierung mit praktischem Nutzen

Das Konzept zeigt zudem, dass Digitalisierung nicht zwingend komplizierter werden muss. Vielmehr geht es darum, Informationen dort verfügbar zu machen, wo sie im Alltag tatsächlich benötigt werden. Prozesse werden transparenter, Entscheidungen datenbasierter und Abläufe planbarer. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten für Kreislaufwirtschaft, automatisierte Nachschubsteuerung und nachhaltigere Logistikprozesse.

Mit dem «Internet of Bins» zeigt BITO, wie Digitalisierung in der Praxis greifbar werden kann: nicht als Selbstzweck, sondern als konkrete Unterstützung für effizientere, transparentere und resilientere Logistikprozesse. Und somit wird der Ladungsträger auch zum Informationsträger. (red)

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